Noch mehr Bearbeitungsmöglichkeiten bei Nadjar dank ESPRIT

Success story

Da die Nachfrage nach präzisionsgeschliffenen Teilen in den letzten Jahren zurückgegangen ist, hat Renaud Nadjar, Geschäftsführer bei Nadjar, seine Produktionsstätte im französischen Villeurbanne erweitert.

Für mich ist klar: ESPRIT ist genau die richtige Lösung, wenn man so wie wir im Handumdrehen komplexe Teile herstellen möchte.
Renaud Nadjar, Direktor, Nadjar Rectification

Nadjar mit Sitz im französischen Villeurbanne hat sich aufs Präzisionsschleifen spezialisiert. Doch in den letzten Jahren hat dieses Bearbeitungsverfahren aufgrund neuer Fräs- und Drehverfahren an Bedeutung verloren. Zudem haben die Wirtschaftskrisen dieser Zeit zu einer sehr ungleichmäßigen Auslastung der Anlagen geführt.

Um die Zukunft des vor 50 Jahren von seinem Vater gegründeten Familienunternehmens zu sichern, hat Direktor Renaud Nadjar in seine Fertigung investiert. Nun kann bei Nadjar nicht mehr nur präzisionsgeschliffen, sondern zusätzlich noch gefräst und gedreht werden. Dadurch wird das Firmenangebot für viele Kunden interessant. Heute werden kleinere und mittelgroße Komponenten für die Automobilbranche, die Bahn, die Chemische Industrie und Werkzeugmaschinen bei Nadjar gefertigt. Bei Teilen, die eine Genauigkeit im Mikrometerbereich erfordern, rundet das Präzisionsschleifen die vorhergehende Wärmebehandlung ab.

Eine mit einer CAM-Software ausgestattete Maschine ist das Geheimnis des Erfolgs

Als erste Investition wurde bei Nadjar eine Fräsmaschine beschafft. Bei den meisten modernen Fräsmaschinen ist bereits eine CAM-Software vorinstalliert. Doch mit dieser Lösung wollte sich Renaud Nadjar nicht zufrieden geben. Denn er hatte vor, auch komplexere Teile zu fertigen und die Programmierung im Hintergrund laufen zu lassen. Und von anderen Zulieferern wusste er, dass sich mit den auf dem Markt verfügbaren Lösungen nicht immer zufriedenstellende Ergebnisse erzielen ließen. Daher beschloss Nadjar, seine Maschinen mit einer eigenständigen Software auszustatten. Um die Entscheidung für die eine oder die andere Software zu erleichtern, traf er sich mit verschiedenen CAM-Software-Entwicklern.

Dank der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen Haas und DP Technology konnte schließlich eine Haas-Maschine erworben werden, für die die CAM-Software ESPRIT bereits angepasst wurde. „So standen uns für das Fräsen gleich zertifizierte Postprozessoren und eine fehlerfrei laufende CAM-Software zur Verfügung“, erklärt Nadjar. Für den Anfang wurden drei Haas-Maschinen mit den entsprechenden ESPRIT-Lizenzen beschafft.

Das Unternehmen DP Technology, das die CAM-Software ESPRIT entwickelt hat, arbeitet eng mit verschiedenen Werkzeugmaschinenherstellern zusammen. So wird sichergestellt, dass ESPRIT mit allen Maschinen kompatibel ist. Bei den Maschinenherstellern selbst werden die Postprozessoren immer wieder überprüft und gegebenenfalls an die jeweiligen Kundenanforderungen angepasst.

Ein Maschinenbediener an der Haas ST10-Drehmaschine.

Gute Betreuung vor Ort

Ein neues Bearbeitungsverfahren, eine neue Maschine und eine neue Software gleichzeitig einzuführen, stellt alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen. Und sicherlich gab es bei Nadjar manchmal Zweifel daran, ob man der Sache überhaupt gewachsen sei. Dass der Einsatz der ESPRIT-Software zu einem vollen Erfolg wurde, lag auch an der guten Kundenbetreuung durch die Mitarbeiter von DP Technology.

Zwar ließen sich auch nach dem Einführungstraining nicht sofort alle Fragen klären. Aber dank der guten und fachkundigen Beratung durch den Integrationspartner Usiprog konnten bei Nadjar diese Anlaufschwierigkeiten schnell überwunden werden. Heute kann bei Nadjar fast jedes Teil programmiert werden. „Die ESPRIT-Experten waren stets sehr freundlich und arbeiteten sehr ergebnisorientiert“, führt Nadjar weiter aus.

Beflügelt vom Erfolg der ersten mit ESPRIT ausgestatteten Maschine kaufte das Unternehmen Nadjar bald schon eine NC-Drehmaschine mit ESPRIT-Lizenz sowie eine weitere Fräsmaschine. Damit verfügt die Fertigung über eine 2-Achs-Drehmaschine und eine 2,5-Achs-Fräsmaschine. In einem speziellen ESPRIT-Programmierkurs sollen Maschinenbediener lernen, das Potenzial der Software voll auszuschöpfen. „Ich bin ein sehr wissbegieriger und aufgeschlossener Mensch. Mir macht es immer Spaß, etwas Neues zu lernen. Und jedes Mal, wenn ein Programmiervorgang abgeschlossen ist, prüfe ich schon wieder, ob sich der Bearbeitungsprozess nicht noch effizienter gestalten lässt“, erklärt Nadjar.

Dieses Teil wurde auf einer Zwei-Achs-Drehmaschine und mit On-Screen-Simulation hergestellt.

Grenzenlose Möglichkeiten dank 3D-Programmierung

Angesichts des großen Bedarfs an 3D-Bearbeitungen beschaffte das Unternehmen Nadjar auch das 3D-Fräsmodul von ESPRIT. Auch dies war wieder eine ganz besondere Herausforderung, doch rückblickend hat sich die Investition gelohnt. „Das 3D-Modul in ESPRIT ist wirklich sehr überzeugend. Da die Software sämtliche Parameter berechnet und dabei alle Bedingungen berücksichtigt, liefert sie sehr genaue Werte. Dadurch sparen wir enorm viel Zeit. Außerdem lassen sich so beste Ergebnisse erzielen“, sagt Nadjar.

Soll zum Beispiel eine Kunstharzplatte in 3D programmiert werden, muss der Programmierer nichts weiter tun, als ein Standardwerkzeug (einen Kugelkopffräser) auszuwählen und ein paar Parameter einzustellen. Den Rest erledigt die Software. Nadjar weiß vor allem die zahlreichen Simulationsmöglichkeiten der Software zu schätzen. Alle Veränderungen, die an einem Teil vorgenommen werden, sind sofort auf dem Bildschirm sichtbar. Dadurch kann der Programmierer gleich entsprechende Anpassungen vornehmen und somit eine perfekte Oberflächenbearbeitung erreichen. „Für mich ist klar: ESPRIT ist genau die richtige Lösung, wenn man so wie wir im Handumdrehen komplexe Teile herstellen möchte“, erklärt er.

Eine mit dem ESPRIT 3D-Fräsmodul programmierte Kunstharzplatte.

Die erzielten Umsätze liegen jetzt schon höher als erwartet. Daher ist bereits geplant, in eine 5-Achs-Fräsmaschine und ein 3- und 5-Achs-Drehzentrum zu investieren. „Durch die Maschinen sind natürlich immer gewisse Rahmenbedingungen für die Bearbeitung vorgegeben. Aber die CAM-Software ESPRIT an sich bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten“, so Nadjar.

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